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Wasser ist nicht gleich Wasser

Mittwoch, August 3, 2011 verfasst von Matthias

Dieses alte Sprichwort bewahrheitet sich vor allem beim riesigen Angebot an Mineralwässern das es in Deutschland gibt. So vielfältig die Auswahl auch ist, so unterschiedlich sind Preise und Qualitäten. Da überrascht es den Kunden schon dass ausgerechnet Discounterware mitunter die meisten Mineralstoffe enthält und außerdem auch noch eines der billigsten Wasser ist.

Doch der Konsument wird langsam wach und lässt sich nicht nur von der Werbung leiten. Dies sieht man am besten am steigenden Absatz der Discounterware. Qualität setzt sich eben durch. Und wenn der Verbraucher zusätzlich auch noch kräftig sparen kann, kurbelt dies den Umsatz entsprechend an.

Doch welche Vorteile bieten die teuren Edelmarken? Im Grunde gar keine. Denn die Glasverpackungen mit denen man früher punkten konnte haben ihren Zuspruch verloren. Zum einen wegen des Gewichts und der Unhandlichkeit, vor allem aber beim Transport sind Plastikverpackungen den schwereren Glasverpackungen überlegen. Damit kann man deutlich mehr über Deutschlands Straßen- und Schienennetz transportieren. Und deshalb werden auch Premiummarken zusehends vermehrt in Plastikflaschen angeboten. Diese Argumente der Industrie überlagern bisweilen auch die Nachteile der Plastikverpackungen: Kohlensäurediffusion oder auch Geschmacksannahme durch die Plastikflasche, beides ist zwar nicht gesundheitsschädlich, es sollte aber vermeidbar sein.

Die eigentliche Qualität der getesteten Mineral-wässer ist durchweg in Ordnung. Zwar gibt es hier positive und negative Ausrutscher sowohl bei Discounter- wie auch bei Qualitätsmarken. Der Verbraucher muss sich also sorgfältig informieren um das für ihn beste Produkt auszuwählen. Und er hat es nicht leicht: Durch das 1980 geänderte Gesetz für Mineralwasser ist eine Mindestmenge an Mineralstoffen nicht mehr erforderlich. Nun gelten viele Mineralwasser als Mineralstoffarm und sind vergleichbar mit Leitungswasser. Gerade Leitungswasser ist häufig besser als ein Mineralwasser.

Sehr lobenswert dass auch die unerwünschten Bestandteile im Wasser unter den bedenklichen Grenzwerten lag. So gab es keine Beanstandungen bei Bakterien, Keimen, Radioaktivität oder Hormonen.

Bleibt noch der Geschmack. Und der ist bekanntlich bei den Verbrauchern verschieden. Es sind dann subjektive Entscheidungen mit denen der Kunde die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Produkt trifft. Die Geschmacksergebnisse bei den getesteten Mineralwässern reichte von salzig über neutral bis fad.

Fazit: Ein gutes Mineralwasser muss nicht deutlich teurer als 10 Cent pro Liter sein. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 130 Liter pro Person freut sich auch das Sparschwein auf jede Ersparnis durch einen bewussten Einkauf.



31 Antworten to “Wasser ist nicht gleich Wasser”

  1. Hans Hermann (1 comments) sagt:

    Hallo,

    Das, was ich hier gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen, die hohe Qualität und Relevanz sind die hauptsächliche Pluspunkte. ich gratuliere dir

  2. Heidi (1 comments) sagt:

    Im Idealfall sollte es sein, wie du sagst, aber wir leben nicht in einer perfekten Welt, oder?

  3. Johannes (1 comments) sagt:

    Das Leitungswasser in Deutschland hat auch eine exzellente Qualität. Ich habe mir deswegen so einen Wassersprudler gekauft, mit dem man im Handumdrehen Sprudel selber herstellen kann. So entfällt die ganze Schlepperei. Ist echt klasse.

  4. Alex (6 comments) sagt:

    Der Geschmack ist bei mir persönlich einer der Gründe, stilles Wasser gegenüber dem Leitungswasser zu bevorzugen, denn ich finde, dass man bei unserem Leitungswasser einen geringen, aber vorhandenen Chloranteil herausschmeckt.
    Ich wusste bis jetzt noch nicht, dass kein Anteil an Mineralstoffen vorgeschrieben ist, immerhin heißt es ja Mineralwasser.

  5. Lars (1 comments) sagt:

    Ich trinke auch fast immer Wasser aus der Leitung. Kohlensäure schlägt mir auf den Magen und für stilles Wasser trage ich keine Kästen.

  6. Annika Winkler (1 comments) sagt:

    Hallo, in Deutschland zählt Trinkwasser zu den am meisten kontrollierten Produkten. Die Qualität von Trinkwasser ist häufig noch besser als die von Mineralwasser

  7. Alexander Walter (1 comments) sagt:

    Trinken aus der Leitung ist zwar nicht schädlich, aber bei so einigen Städten ist das Wasser aus der Leitung so verkalkt, das man schon beim eingießen ins Glas jede lust auf den ersten schluck vergeht. Da hole ich lieber mein Wasser für ein paar Cent mehr im Laden.

  8. Chris (4 comments) sagt:

    Ich beziehe mein Wasser auch nur ausschließlich aus der Trinkwasserleitung – es heißt ja nicht umsonst Trinkwasser. Ich sehe nicht ein, für essential das gleiche Kilo über Kilo zu schleppen und mich im Vergleich dumm und dämlich zu zahlen. Das ist sicher nicht in allen Ländern so, aber die Qualität des Trinkwassers in Deutschland ist absolut in Ordnung.

  9. Andi (2 comments) sagt:

    Sehr schöner Artikel! Ich bin persönlich Leitungswasser Fan. Bei uns hier in Stuttgart haben wir, soweit ich das weiß, auch top Qualität aus der Leitung.

    lg Andi

  10. Severin (1 comments) sagt:

    Alexander, das liegt dann aber wohl ehr an den alten Leitungen und nicht am Wasser selbst.

  11. Jonas (1 comments) sagt:

    @Severin:
    Das Trinkwasser kann von Region zu Region schon sehr unterschiedlich sein, aber ja, Verkalkung kommt eher von der Leitung. Viele sind auch abgeschreckt von Trinkwasser, das einen höheren Eisengehalt hat – das kann dann schnell mal Spuren hinterlassen, die nicht so nett aussehen, aber das Wasser selbst ist immer noch total ok und im grünen Bereich. Wer wirklich besorgt ist, der kann Wasserproben zur Kontrolle an diverse Institute schicken, aber das Ergbnis ist eigentlich vorhersehbar: Alles ok.

  12. Claudia (1 comments) sagt:

    Meine Lieblingssorte ist ja Brunnenwasser vom Dorf. Aber hey, wir leben in Deutschland – natürlich ist auch Drewag Rohrperle still nicht giftig – dafür günstiger. Wer den Vergleich hat, wird je nach Leitungsqualität (und Höhe des Stockwerkes der Wohnung) natürlich Unterschiede feststellen. Aber trinkbar ist jedes Wasser bei uns. Und für die feinen Wassergenießer empfehle ich noch Wasserfilter, mit denen kommt man insgesamt günstiger als mit dem Flaschenkauf. Mit denen schmeckt das Wasser frisch und ist frei von Kalk und eventuellen anderen Schmutzigkeiten.

  13. Mark aus Grächen (1 comments) sagt:

    Ich hab 3 Jahre in München gelebt und immer das Wasser vom Hahn getrunken. Einen Unterschied zum gekauften Wasser merkt man aber schon.

  14. Kaffeepads (1 comments) sagt:

    Berlin hat die zweit beste Kläranlage in Europa, so war das zumindest noch vor 5 Jahren, wieso sollte der Verbraucher nicht daraus trinken. Ein gelungener Beitrag.

  15. Bl0gg (1 comments) sagt:

    Beim Lesen dieses Artikels musste ich an das Mineralwasser einer Edelmarke denken, bei der eine Flasche um die 50€ gekostet hat und wohl nur unter Prominenten getrunken wurde. Später stellte sich heraus dass dieses Wasser nicht aus dem Gebirge sondern direkt aus der Leitung gezapt wurde=)

  16. Boris (1 comments) sagt:

    Chris, du bist mutig, ehrlich. Hast du keine Angst um deine Gesundheit?

  17. Thomas (1 comments) sagt:

    Das Trinkwasser kommt bei mir grundsätzlich aus der Wasserleitung. Das Wasser hat eine hohe Qualität und warum noch weitere Kosten und Umweltbelastungen für die Gewinnung und Logistik von Mineralwasser generieren.

  18. Michelle (1 comments) sagt:

    @Boris: Was ist denn daran mutig? Trinkwasser ist Trinkwasser, wir sind ja hier in Deutschland. Oder lässt du dich gerne abzocken und bezahlst das vielfache für Wasser aus der Flasche, das auch nicht gesünder ist?

  19. dänische Möbel (1 comments) sagt:

    Dier Welt ist leider nicht perfekt, mann kriegt nicht immer dass was auf der Verpackung steht…

  20. Akne Pickel Patient (2 comments) sagt:

    Kann mich da meinen Vorredner nur anschließen.

    Gruß

  21. Webagentur Isarworx (1 comments) sagt:

    Tja, mit dem lieben Wasser ist es so eine Geschichte. Ich persönlich komme an sprudelndes Mineralwasser so gar nicht ran., Auch ohne Sprudel wird es nach einiger Zeit eher anstrengend. Ich kann da also nicht mal ansatzweise einen Unterschied zwischen den einzelnen Marken erkennen. Hatte vor einigen Monaten mal das Vergnügen, auf einer Messeveranstaltung ein Gespräch mit einer Firmenvertreter zu führen, deren Unternehmen sich auf die Wasseraufbereitung und Vermarktung von belebten Wasser http://de.wikipedia.org/wiki/Belebtes_Wasser spezialisiert hat. Der Herr konnte zwar sehr überzeugend sein, jedoch halte ich dieses Geschäftsmodell für eher fragwürdig und sehr grenzwertig, da bisher weder eine heilende Wirkung noch sonstige positive Auswirkungen auf den Organismus nachgewiesen werden konnten und den Vorzug vor regulären Wasser oder Mineralwasser rechtfertigen.

  22. Olivia (1 comments) sagt:

    Ja das stimmt, und man braucht kein Wissenschaftler zu sein um es zu spüren

  23. Anke Schroder (1 comments) sagt:

    Ein Bewußter Einkauf ist schwer zu definieren, besonders weil es heutzutage das Angebot an Mineralwasser so breit ist.

  24. Inez (1 comments) sagt:

    Mir scheint das Wasser auch etwas zu teuer, das Mineralwasser meine ich. Leitungswasser trinke ich nicht so oft

  25. Herbalife (1 comments) sagt:

    Ich habe auch aus dem Keller den guten alten Wasser-Maxx rausgeholt. Es ist wirklich angenehm, wieviel Arbeit man sich spart, die Wasserkästen in den 3. Stock zu schleppen. Wenn die Gaskartusche leer ist, einfach ab zur Metro und da auswechseln lassen. Eine super Sache, und das Regensburger Leitungswasser ist wirklich ok!

  26. Julia (4 comments) sagt:

    Ich trinke auch nicht mehr Wasser von der Leitung, besonders seitdem ich erfahren habe dass es nicht so gesund ist. Das Mineral Wasser scheint mit, andererseits, auch etwas zu teuer ..

  27. Nadine (1 comments) sagt:

    Trinkwasser heißt Trinkwasser … weil es zum Trinken da ist! Unglaublich, aber wahr. Wer aber dennoch gern Kisten mit Wasser schleppt und horrende Preise dafür blechen will, dem sei das natürlich gegönnt, ist ja sein Geld ;)

  28. Mota (2 comments) sagt:

    Zumindest enthält Mineralwasser kein Chlor, aber andererseits ist das Leitungswasser meist doch von einer ziemlich guten Qualität.

    “So gab es keine Beanstandungen bei Bakterien, Keimen, Radioaktivität oder Hormonen.”

    Mit den Bakterien und Keimen kann es an heissen Sommertagen schon kritisch werden. Wieder ein Vorteil von fliessendem Leitungswasser.

  29. Joerg (1 comments) sagt:

    Ganu ehrlich es gibt sogar teure Wässer, die mir gar nicht schmecken da sie zu viele Mineralien enthalten und mir viel zu bitter/mineralisch schmecken. Da liebe ich das Billigwasser von den Discountern. Leitungswasser hat mir eben zu wenig erfrischendes sprich die Kohlensäure fehlt mir dort. Sprudelautomaten sind nichts allein aus hygienischer Sicht.

  30. Keldrik (1 comments) sagt:

    Ich kann unser Leitungswasser nicht trinken, irgendwie schmeckt mir das nicht so richtig.
    Bin auch sonst sehr wählerisch bei stillen Wasser, da gibt es für mich teilweise schon große Unterschiede. Es muss aber nicht teuer sein, ich hol mir meins meistens in der Plastikflasche beim Discounter meines Vertrauens. ;)

  31. Unique Contents (1 comments) sagt:

    Ein wirklich sehr schöner Beitrag und da ich mich erst heute ebenfalls mit dem Thema befasst habe kann ich dir nur zustimmen. Wasser ist nicht gleich Wasser. Grade im Bereich der “In Wässerchen” zeigt sich nicht selten, das Trendprodukte nicht immer das leisten, was sie dem Konsumenten in der Werbung glaubhaft machen möchten!

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