Archive for the ‘Medien’ Category
K.I.Z. – Wenn Musik anders ist
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Eine etwas ältere, sehr individuelle und doch einleuchtende Definition zum Begriff Musik sagt: Musik ist das sinnvolle Aneinanderreihen von Tönen. Daneben existieren je nach betrachtetem Kulturkreis noch andere Definitionen des Musikbegriffes, die sich jedoch in einem alle einig sind: Musik hat soziale Wurzeln und erfüllt gesellschaftliche Funktionen. Soweit zur Theorie. In der Praxis stellt sich Musik hingegen als etwas dar, was diesem Anspruch nicht immer gerecht werden kann und besonders in der Verknüpfung mit Sprache oftmals unglaubliche Abgründe menschlicher Denk- und Ausdruckweise offenbart. Aktuelles Beispiel für die Entsinnlichung und Verrohung von Musik und Sprache ist die Hip-Hop Formation K.I.Z.
Musik als Ausdruck von Gefühlen
Der Ursprung der Musik, der auf den einfachen Gesang zurückzuführen ist, war geprägt von der lautlichen Verarbeitung und Weitergabe von Gefühlen. Mit der Entwicklung von Instrumenten wurde diese einfache melodische Ausdrucksform vielseitiger und ausdrucksstärker. Die Hochzeiten der Entwicklung instrumentenbasierter Musik finden wir im Barock, im Klassizismus und in der Renaissance. Hier sind Musiker angesiedelt wie Mozart, Bach, Beethoven. Jedoch gibt es seit der Jahrtausendwende zunehmend absurde Erscheinungen, wie sie auch von K.I.Z. gelebt werden. Schwachstrukturierte elektronische Beats gepaart mit einfallsloser brutaler Sprache kennzeichnen deren Musikkonzept.
Die Musik der Moderne
Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde die Unterhaltungsmusik immer populärer. Insbesondere technische Errungenschaften wie das Radio, bessere Aufzeichnungsmöglichkeiten und das Fernsehen sind die Kanäle, mit denen Musik in dieser Zeit hauptsächlich verbreitet wurde. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Stilrichtung der Popmusik. Zunehmend mehr elektrische und elektronische Instrumente waren und sind bis heute tragende Elemente dieses Genres. Eingehende, meist recht einfache und oftmals schmucklose Melodien bestimmten die Machart der Musik, die Texte befassen sich überwiegend mit lapidaren Liebeserklärungen, manchmal Geschichten aus dem Alltag, gelegentlich auch mit der Kritik an bestehenden Systemen. Mit der Jahrtausendwende machte sich vor allem in den Industrieländern eine völlig neue Stilart breit. Angelehnt an die amerikanische Rapperszene, die ihre Wurzeln jedoch schon weit in die Gründerzeiten Amerikas legt, wurde auch in Europa der Sprechgesang mit oftmals sparsamer Instrumentalisierung und beatbetonter Melodieführung übernommen.
K.I.Z. – Gangstersprache als Zielgruppenmagnet
So berief man sich recht schnell auf meist individuelle Erlebnisse, die genau betrachtet und psychologisch beleuchtet oftmals Störungscharakter tragen. Frauenarzt, Sido, Bushido und auch K.I.Z. prägen in ihrer Musik ein Vokabular, wie es menschenverachtender und oftmals frauenfeindlicher kaum sein kann. Die Texte reden eine Sprache, die von herabwürdigend obszön bis zu gewaltverherrlichend und sexistisch reicht. Vorrangige Zielgruppe dieser melodisch sehr einfachen bis unstrukturierten Musik sind vor allem Heranwachsende und Jugendliche. Kaum sind es Menschen über 25 Jahren, die diese Musik weiterhin bevorzugt konsumieren.
K.I.Z. – Kannibalen in Zivil
Ob das die passende Übersetzung für den Bandnamen ist muss offen bleiben. K.I.Z. selbst benennen sich als Künstler in Zwangsjacken. Dass beides zu einem Stück richtig ist, zeigen die Texte der Gruppierung. Besonders Kannibalismus an Frauen wird immer wieder besungen, die Brutalität der Sprache wird als sarkastisch oder ironisch deklariert. Man müsse zwischen den Zeilen lesen und oft würde man erst beim Refrain die Aussage der Texte verstehen, dies ändert und vor allem intressiert allerdings wenig. Das mit diesen Begriffen auch Brutalität und Menschenverachtung abgedeckt werden bleibt den meist jungen Konsumenten natürlich verborgen. Die kommerziellen Interessen dieser Art von Musik überdecken meist den Anspruch auf Sinn und Wahrhaftigkeit. Ebenso wie Sido und Bushido haben die scheinbar selbst erlebten Textpassagen oftmals gar nichts mit der erlebten Realität der K.I.Z. Mitglieder zu tun. Glücklicherweise dürfen wir hoffen oder eigentlich schon davon ausgehen, dass sich auch K.I.Z. als Erscheinung eines Zeitgeistes austoben werden sobald sie selbst Väter und Ehemänner geworden sind.
Gesellschaftliche Leerräume werden mit Absurdität gefüllt
Besonderen Anklang findet K.I.Z. Musik dort, wo andere gesellschaftliche Räume nicht gefüllt sind. Die Langeweile Jugendlicher, die kindliche Naivität und die oftmals ergebnislose Suche nach Perspektiven werden mit absurder Gedanken- und Sprachwelt gefüllt. So wird die eigene Mutter ebenso beschimpft wie die Freundin und Frauen überhaupt. Sexualität wird brutalisiert, Straftaten und Verbrechen als ein möglicher Weg durch eine finster gezeichnete Gesellschaft dargestellt. Auch wenn sich einige der oben genannten Vertreter dieses Genres von ihren alten Texten mittlerweile distanzieren und oftmals etwas ganz anderes leben als sie musikalisch darstellen, haben solche Kraftausbrüche in der jugendlichen Szene große Resonanz. So entkommt man zumindest zeitweise und scheinbar der realen Welt. Schockierend das K.I.Z. fasst monatlich in der BRAVO Hip Hop Special zu finden ist und somit schon die ganz Jungen diese Texte und Musik kennenlernen.
Prägende Einflüsse verrohter Musik
Gerade für Kinder und junge Heranwachsende scheint die rohe Art von Musik, die oftmals von fordernden, harten Beats und groben Texten begleitet wird zu gefallen. Dieser Anschein jedoch trügt. Ausschnitte aus dem eigenen Familienleben und der individuellen Realität werden unkritisch mit der Sprache der Gangster-Musik abgeglichen. Zufällige Übereinstimmungen (die oftmals gezielt provoziert werden) machen dann das Gehörte zur absoluten Wahrheit und somit durchaus auch nachahmenswert. Kinder produzieren sich optisch und sprachlich wie ihre großen musikalischen Vorbilder und versuchen oft so, einen Platz in der Gesellschaft zu finden. In der Folge verroht die Sprache, die gesamte Artikulation wird vereinfacht, Sprachmelodie und Sinnhaftigkeit gehen verloren.
Erwachsene auf Probe
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Das neue TV-Format “Erwachsen auf Probe” beschäftigt sich mit dem Kinderwunsch von Teenagern, der seit einigen Jahren vermehrt auftritt. Die Zahlen von Paaren, welche unbedingt schon in jungen Jahren Kinder in die Welt setzen wollen um ihren Wunsch nach einer eigenen Familie perfekt zu machen, steigen stetig an. Womit der vermehrte Kinderwunsch bei Teenagern zusammenhängt ist nicht ganz klar. Fakt ist jedoch, dass viele gar nicht wissen, auf was genau sie sich da einlassen und wie viele große Probleme der Kinderwunsch mit sich bringen kann. Von der großen Verantwortung, welche auf die Teenager zukommt, mal ganz abgesehen. Aufklärung allein reicht in der heutigen Zeit offensichtlich nicht mehr aus und so soll das Projekt “Erwachsen auf Probe” den Teenagern einen Einblick in das so sehnlichst herbeigewünschte Familienglück geben. Sicher bringt das Elternsein auch schöne Seiten mit sich, zum Beispiel wenn man das eigene Kind heranwachsen sehen kann und bei seinen ersten Schritten und Worten dabei ist. Dennoch ist die Realität meist nicht so rosig, wie sie auf den ersten Blick scheinen mag. Ein Kind zu haben bedeutet früh aufstehen, oft sogar eine ganze Nacht lang nicht schlafen zu können, Windeln wechseln und nebenbei müssen die jungen Eltern auch noch den Haushalt führen oder arbeiten gehen.
Vier Wochen lang soll der Versuch laufen. In diesen vier Wochen durchlaufen die Teenager ein Leben mit Babys, Klein- und Schulkindern sowie Jugendlichen. Die leiblichen Eltern sind hinter der Kamera immer mit dabei und können zu jeder Zeit in das Geschehen eingreifen. Außerdem befinden sich neben den Eltern auch eine Ärztin, eine Kinderpsychologin und mehrere Erzieherinnen mit am Set, um für die Sicherheit der Kinder und Teenager zu sorgen. Klar ist, dass die neue Situation manche Teenager-Paare einfach überfordert und es zwischen den Paaren zwangsläufig zu Spannungen kommt. Mit Sicherheit bekommen das auch die jeweiligen Kinder des Paares mit und ob das so gut sein kann bleibt erstmal dahingestellt. Auch die leiblichen Eltern der Kinder wurden schon mehrmals kritisiert. Dennoch gab es für die Eltern vielleicht auch so einiges zu lernen und möglicherweise konnten auch sie gute oder schlechte Erfahrungen aus der Sendung mit nach Hause nehmen.
Es wurde schon viel Kritik über “Erwachsen auf Probe” laut und irgendwie ist die Sendung auch an vielen spurlos vorbeigezogen, denn die Einschaltquoten sind offenbar nicht so hoch wie erwartet. Viele Vereine und Institutionen sprechen sich für ein Verbot der Doku-Soap aus, bis jetzt aber ohne jeden Erfolg. Die Serie läuft weiter und ob dieses ganze Experiment nun irgendwem von den Beteiligten irgendwas gebracht hat steht auch noch im Raum. Immerhin sind die Situationen für die Teenager und die Kinder wohl kaum realistisch, denn zu jeder Tages- und Nachtzeit sind ein Filmteam, Eltern, Ärzte, Psychologen und Erzieherinnen anwesend, die jeden Schritt der jungen Paare überwachen. Wahrscheinlich werden die jungen Leute nicht so viel aus dieser Sendung lernen können, denn im wirklichen Leben sieht das Kinderglück noch mal ganz anders aus.
James Bond – ein Quantum Trost
Deutscher Titel: James Bond 007: Ein Quantum Trost
Originaltitel: James Bond 007: Quantum of Solace
Genre: Thriller, Action, Abenteuer, Spionage
Produktionsland: Großbritannien, USA
FSK: ab 12
Länge: 106 min
Kinostart Deutschland: 06.11.2008
Stab:
Regie: Marc Forster
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade, Paul Haggis
Produktion: Michael G. Wilson, Anthony Waye, Callum McDougall, Barbara Broccoli
Schnitt: Matt Cheese, Rick Pearson
Kamera: Roberto Schaefer
Musik: David Arnold,
Titelsong: Jack White, Alicia Keys
Besetzung:
Daniel Craig: James Bond
Olga Kurylenko: Camille
Gemma Arterton: Agent Fields
Judi Dench: M
Giancarlo Giannini: Rene Mathis
Mathieu Amalric: Dominic Greene
Jesper Christensen: Mr. White
Jeffrey Wright: Felix Leiter
Anatole Taubman: Elvis
Handlung:
“James Bond 007: Ein Quantum Trost“ ist bereits der zweite Teil, der erfolgreichen Filmreihe mit Daniel Craig. Der Film beginnt da, wo „Casino Royale“ aufgehört hat.
Nachdem Vesper, die Frau, die er geliebt hatte tot ist, frisst Bond seinen Frust in sich hinein. Er macht sich Vorwürfe. Ist sie gestorben um ihn zu schützen oder hat sie ihn eiskalt an die Organisation verraten? Bond will mit allen Mittel versuchen die Wahrheit rauszufinden. Dabei geht er sogar soweit seinen Job zu vernachlässigen. Er stellt seine Bedürfnisse höher, als seine Pflicht gegenüber des Geheimdienstes. M beobachtet die Veränderungen ihres Doppel-Null-Agenten mit Besorgnis. Um neue Erkenntnisse über Quantum, einer bisher nicht weiter beachteten Organisation, herauszufinden, nehmen die MI6 Agenten Mr. White in die Mangel. Einer der Hauptfiguren in diesem tödlichen Spiel.
Doch bevor sie irgendwelche Informationen aus ihm rausholen können, wird ihm durch einen Verräter in den eigenen Reihen zur Flucht verholfen. Weitere Nachforschungen führen Bond nach Haiti, wo er auf Dominic Greene trifft. Einem gefährlichen Geschäftsmann, der grade dabei ist seine Gespielin loszuwerden. Für die Öffentlichkeit ist Greene nichts weiter als ein Ölbaron. Doch der Schein trügt. Er ist einer der wichtigsten Köpfe der Organisation Quantum und ist grade dabei ein, nach außen hin nutzloses Stück Land zu erwerben.
Um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu sein, schließt sich Bond mit alten Freunden zusammen und ermittelt ohne einen Auftrag durch MI6.
Der deutsche Comedypreis 2008
Am Freitag war es soweit, der deutsche Comedypreis 2008 wurde live übertragen. Elton vs Simon-die Show (ProSieben) bekamen den Preis für die beste Comedyshow. Das beste Comedyevent war dann wohl Fröhliche Weihnachten (Sat.1). Die beste Comedyserie war Doctor’s Diary (RTL) während die bese Sketchcomedy ganz klar Switch Reloaded (ProSieben) geworden ist. Den Preis für die beste Schauspielerin bekam Nora Tschirner und für den besten Schauspieler Michael Kessler. Die beste Komekerin war Mirja Boes und Michael Mittermeier der beste Komiker. Die beste deutsche Filmkomödie war Keinohrhasen und den besten Live Act legete ganz klar Mario Barth in Berlin mit den Zuschauerrekord hin. Olaf Schubert ist der beste Newcomer und “trommelwirbel” den Ehrenpreis hat Hugo Egon Balder verdient!
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