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Archive for Juni, 2010

Iphone 4G im Juni bei Telekom

Dienstag, Juni 8, 2010 posted by Matthias

Nun ist es heraus: das neue iPhone 4G wurde von Steve Jobs auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2010 offiziell vorgestellt. Obwohl schon viele Details des neuen Gerätes bekannt waren, gab es doch einige Überraschungen, und Unklarheiten wurden beseitigt.

Das Design

Das neue iPhone 4G kommt mit einem deutlich überarbeiteten Design auf den Markt: es ist kantiger als das alte Modell, vorne und hinten aus flachem Glas, und von einem Edelstahlrahmen umgeben. Dieser Rahmen enthält auch Teile der Antenne, was einen besseren Empfang ermöglichen soll. Die Lautstärke wird nun statt mit einer Wippe durch zwei getrennte Tasten geregelt. Das neue iPhone ist flacher als das alte und soll laut Steve Jobs das flachste Smartphone sein, das jemals gebaut wurde.

Zwei Kameras

Neu ist eine höher auflösende Kamera: fünf Megapixel statt bisher drei kann die neue Kamera aufzeichnen, und das bei erheblich besserer Bildqualität, da nicht nur der Sensor vergrößert, sondern auch die Linsen verbessert wurden. Videos können mit einer Qualität von 720p aufgezeichnet werden, auch ein LED-Blitz ist neu. Eine zweite Kamera befindet sich an der Vorderseite und ermöglicht erstmals komfortable Videotelefonie. Allerdings funktioniert das nur, wenn beide Gesprächspartner über WLAN miteinander verbunden sind.

Neues hochauflösendes Display

Komplett überarbeitet hat Apple auch das Display: es wird von Apple “Retina-Display” genannt und bietet eine hervorragende Bildqualität mit höherem Kontrast und einer Auflösung von 960 x 640 Pixeln. Damit werden Bilder, Filme und auch Texte in einer für ein Smartphone bisher nie gekannten Bildqualität dargestellt. Durch das bessere Display werden auch neu vorgestellte Apps sinnvoll: iMovie eignet sich zum HD-Videoschnitt, und mit iBooks holt man sich Lesestoff auf das iPhone, welcher aufgrund der höheren Auflösung hervorragend lesbar dargestellt wird.

ausdauernder Akku

Der neue Akku dürfte allgemein für Freude sorgen: die Laufzeit ist erheblich gestiegen. Laut Apple soll das neue iPhone nun im Standby 300 Stunden durchhalten. 40 Stunden Musikgenuss oder 10 Stunden Video sollen am Stück möglich sein, und telefonieren kann man bis zu 7 Stunden mit einer Akkuladung. Beim Surfen im 3G-Netz ist nach 6 Stunden Schluss, im WLAN sogar erst nach 10 Stunden.

neue Technik

Möglich wird das alles durch eine komplett überarbeitete technische Plattform: der neue Apple A4 Prozessor sorgt für die nötige Geschwindigkeit, und das neue Betriebssystem iOS4 bringt mehr Komfort auf der Bedienerebene. Selbst das lange gewünschte Multitasking wird nun ansatzweise realisiert.

iPhone Kaufen

Das iPhone 4G soll ab dem 24. Juni 2010 in Deutschland erhältlich sein und wird, wie auch der Vorgänger, bei T-Mobile zusammen mit einem Mobilfunkvertrag erhältlich sein. Die deutschen Preise sind noch nicht bekannt, werden sich aber wahrscheinlich nicht sehr ändern, da auch der Preis in den USA weiterhin bei 199 Dollar für das Modell mit 16 GB und 299 Dollar für die 32 GB-Variante liegt.

Fail: UFC Undisputed 2010

Dienstag, Juni 1, 2010 posted by Matthias

Die letzten Monate waren für Fans von UFC Undisputed eine schwere Zeit, denn sie mussten fast ein ganzes Jahr auf den Titel warten. Ihre Geduld wurde auf die Probe gestellt, denn mit Videos des Spiels wurde zusätzlich die Spannung geschürt, UFC Undisputed 2010 endlich spielen zu können.

Vom 30. April auf den 1. Mai hatten die ungeduldigen Spieler, zu denen auch ich gehörte, nun die Gelegenheit, sich mittels eines Downloadcodes die offizielle Demoversion von UFC Undisputed 2010 zu besorgen. Schnell wurde mir klar, dass sich das Warten gelohnt hatte, denn es spielte sich wie ein völlig neues Spiel, nicht wie eine Fortsetzung. Besonders gut gefiel mir das neue „Sway“-System, mit dem es möglich ist, gegnerischen Attacken durch Bewegungen mit dem Kopf oder dem Oberkörper auszuweichen. Aber auch sonst machte UFC Undisputed 2010 den Eindruck, mehr als nur eine Überarbeitung seines Vorgängers zu sein. Alle Techniken, ob Schläge oder Tritte oder auch der Bodenkampf, fühlten sich komplett neu an – es entstand bei mir also ein ganz authentisches Spielgefühl. Die Demoversion hatte meine Erwartungen erfüllt und mich für die lange Wartezeit entschädigt. Nur war die Demo nach einigen Tagen natürlich ausgespielt, so dass abermals Geduld angesagt war, denn die Vollversion würde erst am 25. Mai erscheinen. Aber mit der Demoversion konnte ich diese Zeit gut überbrücken, auch wenn ich sie nur noch gelegentlich spielte, weil ich endlich die Vollversion in den Händen halten wollte.

Damit ich das Spiel möglichst früh einlegen und spielen konnte, besorgte ich mir schon Wochen zuvor, die Telefonnummern einiger Elektronikfachgeschäfte und Videospielhändler quer durch Deutschland. Am Donnerstagmorgen entdeckte ich UFC Undisputed 2010 in einem Laden, kaufte es sofort und spielte gleich los. Meine Freude kannte keine Grenzen, denn ich hatte monatelang darauf gewartet und war schon von der Demoversion sehr angetan gewesen.

Alleine schon die Tatsache das man sich UFC Undisputed 2010 über Amazon kaufen musste um 4 Bonus Fighter zu erhalten, verärgert einige Fans. Doch mit solchen “Exklusiv-Inhalten” haben sich scheinbar schon einige abgefunden.

Offline:

Anfangs gefiel mir besonders der Karrieremodus sehr gut, denn er enthält zahlreiche Innovationen. Besonders auffällig ist das neue „Game is watching you“-System: Dieses merkt sich meine Leistungen im Spiel und passt dann die Sprüche der Kommentatoren, die Taktik und die Fähigkeiten des Gegners und den gesamten Karriereverlauf an meine Leistungen an. Außerdem kann man beim Wiegen und durch Interviews individuell agieren, so dass man keinen Einheitskämpfer mehr spielt, sondern eine ganz eigene Person, die man ausführlich gestalten kann. Das sorgt natürlich auch dafür, dass man die Beliebtheit des Kämpfers und seinen Marktwert selbst beeinflussen kann.
Leider hat der Karrieremodus aber auch einige Macken, die mit der Zeit doch am Spielspaß kratzen können. Ärgerlich ist, dass man den Schwierigkeitsgrad zu Beginn der Karriere festlegen muss und ihn nicht mehr nachträglich ändern kann. Da man auf niedrigen Schwierigkeitsgraden weniger Sparringspunkte bekommt als auf höheren, muss man also gleich auf einem hohen Schwierigkeitsgrad anfangen, wenn man auf viele Sparringspunkte aus ist. Ich hatte das vorher aber nicht gewusst, wollte aber keine neue Karriere starten, weil sie schon weit fortgeschritten war. Daher musste ich meine Karriere erst auf einem niedrigen Schwierigkeitsgrad mit wenigen Sparringspunkten zu Ende spielen, bevor ich eine neue Karriere auf einem höheren Schwierigkeitsgrad beginnen konnte. Ein weiteres Problem, das ich mit diesem Modus hatte, war die Eintönigkeit des Interviews. Anfangs machten sie noch Spaß, aber dann wiederholten sie sich doch arg oft. Ebenso störten mich nach einiger Zeit die öffentlichen Trainingseinheiten. Außerdem können einige Moves im Karrieremodus nicht erlernt werden, etwa Takedowns, Flying Armbars oder Submission-Switchings. Meine Motivation den Karrieremodus ein zweites mal zu spielen ist ehrlich gesagt gleich Null.

Der Turnier- und der Eventmodus machen durchaus Spaß, aber vor allem dann, wenn man ihn mit Freunden über den lokalen Multiplayermodus spielt. Für eine gewisse Zeit ist das schon kurzweilig, aber langfristig verzichtet man dann auch darauf, alleine machen diese Spielmodi dann doch weniger Spaß.

Wirklich herausfordernd ist der Titelverteidigungsmodus. Hier muss man sich gegen eine ganze Reihe von Gegnern behaupten, bevor man schließlich den Endkampf erreicht. Die Schwierigkeit der Kämpfe steigt immer mehr an, und genau hier liegt auch das Problem: Die ersten Kämpfe sind recht problemlos zu meistern, aber die letzteren Kämpfe sind kaum zu bewältigen. Eigentlich würde ich das als Herausforderung ansehen, aber bevor man den Endkampf erreicht, muss man erneut alle vorigen Kämpfe gewinnen. Mir macht es aber wenig Spaß, meine Zeit mit einfachen Kämpfen zu vergeuden, die ich fast schon im Schlaf gewinnen könnte, bevor ich mich dann im Endkampf verausgaben darf. Das hätte man besser lösen können, indem man es dem Spieler erlaubt, die ersten Kämpfe zu überspringen, mit denen er wirklich keine Probleme mehr hat. Zudem war ich auch nicht mehr besonders motiviert, diesen Modus durch zuspielen, weil ich am Schluss ohnehin nur den Abspann zu sehen bekäme, der mich schon im Karrieremodus nicht begeistern konnte. Anstelle von solchen langweiligen Szenen hätte man ruhig bessere Belohnungen wie z.b. neue Arenen, neue Fighter oder auch nur neue Videos freischalten können.

Mein Fazit zum Offlinemodus von UFC Undisputed 2010 fällt also zwiespältig aus. Gut gefallen hat mir insbesondere das „Game is watching you“-System, weil es dem Spieler die Möglichkeit gibt, seinen Kämpfer zu einer individuellen Persönlichkeit zu machen. Damit gibt es den Standardkämpfer, der für alle Spieler gleich ist, nicht mehr. Auch die direkte Beeinflussung der Beliebtheit und des Marktwerts der Kämpfer durch die Entscheidungen des Spielers haben mich gefreut. Negativ sind mir die Eintönigkeit im Karrieremodus und der Zwang im Titelverteidigungsmodus, alle Kämpfe vor dem Endkampf zu bestehen, aufgefallen. Hier hätten die Entwickler sich erstens ein wenig mehr Gedanken machen und abwechslungsreichere Interviewfragen überlegen sollen und zweitens an den Komfort von Spielern denken sollen, die keine Lust haben, einfache Gegner zu vermöbeln, nur um dann nach vielen Kämpfen mit einer echten Herausforderung konfrontiert zu werden.

Insgesamt macht es gegen die KI-Gegner allerdings Spaß zu spielen und ich bewerte den Offline Modus mit 7 von 10 möglichen Punkten.

Online:

Der Onlinemodus, zu dem ich jetzt komme, hat zunächst ein grundsätzliches Problem: Die Server von THQ sind derzeit noch ziemlich schwach und halten dem Andrang offenbar nicht stand. Man muss mit Rucklern und Verzögerungen rechnen, die an der Tagesordnung sind. Damit ist der Onlinemodus derzeit eine harte Geduldsprobe, aber ich hoffe, dass THQ diese Probleme bald in den Griff bekommt.

Ein weiteres Problem ist die Transparenz im Onlinemodus: Jeder Spieler kann die Statistik jedes anderen Spielers erfahren, ja selbst bei den “Mitspieler Suche” Fights welche kein Ranglisten Spiel darstellen sollen. Das ganze führt dazu, dass starke Spieler kaum noch Gegner finden, weil natürlich niemand haushoch verlieren möchte. Was hingegen nicht angezeigt wird, sind die Werte der gewählten Kämpfer – und genau die hätte man sehen sollen. So kann es passieren, dass man gegen einen Kämpfer antreten muss, dessen Werte auf 100 gesteigert wurden. Die Alternative wäre, gar nicht mehr gegen selbst erstellte Kämpfer anzutreten, aber damit ginge ein wesentliches Element von UFC Undisputed 2010 verloren. Hier hätte es THQ meines Erachtens einfach umgekehrt machen sollen: Werte der gewählten Kämpfer anzeigen, Statistiken der Spieler aber nicht.

Im Onlinemodus offenbart sich das Kontersystem (damit ist nicht das Sway System gemeint) als eine große Schwäche des Spiels. Das Zeitfenster zum Kontern wurde stark vergrößert, was sich Offlinemodus nicht auswirkt, weil die Gegner dort dann nicht ausschließlich auf Konter setzen. Reale Spieler im Onlinemodus wissen aber natürlich, dass das Zeitfenster so groß ist, also wird jeder Spieler versuchen, durch Konter zu gewinnen. Dadurch verkommen die Kämpfe zu reinen Konterorgien im Bodenkampf, was mit der Zeit keinen Spaß mehr macht, weil man nur noch Abwechslung in die Kämpfe bringen könnte, indem man auf das Kontern verzichtet, was aber ein enormer Vorteil für den Gegner wäre und ein Verlusst der Spielmöglichkeiten. Hier wurde das Balancing durch die Entwickler stark ins Ungleichgewicht gebracht, was man einfach hätte lösen können, indem man auf die die Kontermöglichkeit auf eine 50% Erfolgschance verringert oder das Zeitfernster zum Kontern enorm verkleinert.

Ein prototypischer Kampf im Onlinemodus sieht somit folgendermaßen aus: Jeder Spieler, der sich einigermaßen mit der Spielmechanik auskennt, wird einen Kämpfer mit einem Takedown im Machida-Style wählen, weil dieser kaum aufzuhalten ist. Außerdem gab es diesen Move bereits in der Demoversion, so dass man ihn dort einschätzen konnte. Sobald der Takedown gelungen ist, geht der Kampf am Boden weiter, zumal dieser ein einfacher Fluchtweg ist, um den gefährlichen Kampf im Stand zu umgehen. Im Stand kann nämlich ein schneller Flash-KO sofort für das Ende des Kampfes sorgen, und da das Sway-System ebenfalls zu stark ist – also auch hier schlechtes Balancing -, ist der Kampf am Boden das Mittel der Wahl, wenn man einen Kampf gewinnen und eine Niederlage um jeden Preis vermeiden will. Dann wartet man im Bodenkampf darauf, dass der Gegner versucht, sich zu befreien, aber da das Zeitfenster zum Kontern vergrößert wurde, erkennt man den Befreiungsversuch schon frühzeitig und kann darauf reagieren. Zugleich kann man den Gegner mit Schlägen bearbeiten, was den Bodenkampf fast zum Kinderspiel macht, wenn man den Gegner mit einem Takedown überrumpelt hat und wenn man das Spiel ein wenig beherrscht. Das heißt, dass im Onlinemodus vor allem Kämpfer mit starken Takedowns gewählt werden und sich der Kampf über kurz oder lang meist auf den Boden verlagern wird, wo dann die oben beschriebenen Konterorgien losgehen.

Die Submissions werden ebenfalls von vielen Spielern als Fehlerhaft und schlecht dargestellt angesehen. Während manch andere mit den System zufrieden sind, sind bestimmt über 80% der Spieler unzufrieden mit den neuen Submission-System. Bei mir persönlich ist es der Fall sobald ich auch nur 10% oder manchmal sogar gar keine Ausdauer verliere mich dennoch nicht aus einer Submission befreien kann. Ob das noch viel mit Übung zu tun hat? Ich bin gespannt ob sich das irgendwann ändert.

THQ hat bereits einen Patch angekündigt, mit dem vor allem die Serverprobleme behoben werden sollen, aber ich denke, dass ein solcher Patch deutlich größer ausfallen müsste, um den Onlinemodus zu retten. Die Takedowns müssten generell schwieriger durchzuführen sein. Ebenso müsste die Wahrscheinlichkeit, einen erfolgreichen Konter auf einen Befreiungsversuch durchzuführen, verringert werden. Auch die sichtbaren Statistiken im “non-ranglisten-fight” im Onlinemodus sollte überdacht werden.

Insgesamt macht der Online Modus derzeit (falls man dazu kommt zu spielen) keinerlei Spaß und ich bewerte den Offline Modus mit 2 von 10 möglichen Punkten.

FAZIT

UFC Undisputed 2010 hat durchaus gute Ansätze und einige Innovationen im Vergleich zu seinem Vorgänger zu bieten. Besonders das „Game is watching you“-System sorgt dafür, dass der Spieler sich mit seinem Kämpfer identifizieren kann. Die Anpassung der Kommentare an die eigene Leistung hat mir äußerst gut gefallen. Auch sonst fühlt sich das Spiel nicht an wie ein simpler Nachfolger, was die Bedienung und das gesamte Spielerlebnis angeht. Leider wurden einige Aspekte des Spiels aber auch verschlimmbessert, wie etwa der Karrieremodus, der anfangs zwar Spaß macht, mit der Zeit aber sich wiederholende und dadurch störende Elemente wie die Interviews oder die öffentlichen Trainingseinheiten enthält. Besonders schade sind die zahlreichen Macken und Balancing-Probleme im Onlinemodus, wo dieser doch die einzigartige Möglichkeit bietet, sich mit Spielern aus aller Welt zu messen. Wenn THQ mit einem Patch nachbessert, sollte also vor allem die Einfachheit von Kontern und Takedowns verändert werden. Rein technisch ist UFC Undisputed 2010 der Standard, den es zu schlagen gilt, allerdings ist es für die Konkurrenz von EA durchaus möglich, THQ ein Schnippchen zu schlagen, denn aufgrund vieler kleiner und größerer Macken ist das Spiel weit davon entfernt, ein echter Kracher zu sein. Viele Fans regen sich in den Fanforen auf, soll all diese Aufregung etwa zu unrecht sein? Ich glaube nicht.