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Archive for Mai 28th, 2009

Broilers aus Düsseldorf

Donnerstag, Mai 28, 2009 posted by Matthias

Die Anfangszeit
Im Jahr 1994 gründeten der Sänger Samuel Amara, genannt Sammy, Andreas Brügge, genannt Andi, am Schlagzeug und Pascal als Gitarrist die Band Broilers. Nachdem sie bereits seit 1992 gemeinsam Musik gemacht haben und sich politisch in der Antifa engagierten, schlossen sie sich nun endlich zu einer Band zusammen. Die Drei waren zum damaligen Zeitpunkt mit ihren 16 Jahren eine junge, frische Punkband aus der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Ein Jahr später stieß die Bassistin Ines Smentkowski als einzige Frau zu den drei Jungs und die Band war perfekt. Als Oi- und Punkband machten sie sich vor allem dank mitreißender Liveauftritte in ihrer Heimatstadt Düsseldorf schnell einen Namen.

Die späten 90er
Als 1996 ihre erste CD “Schenk mir eine Blume” fertig war, stieg der Besucheransturm bei Konzerten enorm an. Der CD-Nachfolger “Fackeln im Sturm” aus dem Folgejahr erweiterte die Fangemeinde der Band ähnlich stark wie ihr Vorgänger.

Neue Mitglieder und neuer Stil
Leider verließ im darauf folgenden Jahr der Gitarrist Pascal die Broilers und wurde durch Menke ersetzt. Auch Menke blieb nur wenige Jahre bei den Broilers. Sein Nachfolger Ron, mit bürgerlichem Namen Ronald Hübner ersetzte Menke im Jahr 2001 und ist der Band bis heute treu geblieben. Ron brachte frischen Wind mit in die Band und mit dem noch im selben Jahr veröffentlichten Langspieler “Verlierer sehen anders aus” öffneten sich die Broilers gegenüber Einflüssen aus den Bereichen Reggae und Ska. Sie polierten ihr Image in eine Mafiarichtung hin auf und traten als selbstbewusste Punkband ihren Fans auf zahlreichen deutschlandweiten Konzerten gegenüber. Die Vorliebe das Sängers Sammy für die Mafiaserie “Die Sopranos” trug sicher nicht nur zu ihrem Image, sondern auch zu einem Cover der Titelmelodie dieser Serie bei.

Das erste Video
Zum Song “Ich bin bei Dir” gab es im Jahr 2004 ein selbst gedrehtes Musikvideo. Aus einer spontanen Laune heraus verwandelte die Band ihren Proberaum kurzerhand in ein Filmstudio und drehte in fünf Stunden Arbeit einen Videoclip, der sich sehen lassen kann.

Chris kommt zur Band
Die beiden Nachfolgealben “La Vida Loca” und “LoFi” passten stilistisch und thematisch zu den Vorgängeralben. Nach dem Ende der Arbeit am Album “LoFi” gab ein wieder eine Neuerung in der Bandbesetzung: Der Keyboarder Christian Kubczak schloss sich dem Quartett an und brachte nochmals neue Einflüsse und eine professionellere Arbeit an der Musik mit sich.

Plattenvertrag bei People like you Records
Als 2006 das Label People like you Records die Broilers unter Vertrag nahm entstanden drei weitere, musikalisch sehr ausgearbeitete Alben. Im gleichen Jahr erschien “Good Fellas Never Split”, ein Jahr später “Vanitas” und zuletzt “Ruby Light & Dark”. Eine geplante Spanientour mit 3 Gigs kam leider aufgrund eines ausgefallenen Festivals nicht zustande. Die Band nahm es mit Humor und machte einfach Urlaub im sonnigen Spanien.

Gegenwart und Zukunft
Thematisch und musikalisch haben sich die Broilers in ihrer Bandgeschichte stetig weiterentwickelt und neuen Richtungen gegenüber geöffnet. Eine Mischung aus Oi, Punk, Ska und Reggea befasst sich mit politischen, gesellschaftskritischen, brisanten und manchmal sogar romantischen Themen. Der Sänger Sammy schreibt nach eigener Aussage die meisten Songs der Broilers.

Let it be

Donnerstag, Mai 28, 2009 posted by Matthias

Let it be ist einer der größten Hits der Beatles. Diesen Song kennt nahezu jeder von uns und die Allermeisten können sogar ohne Probleme mitsingen.
Aber der Film? Ja, die Beatles haben diesen Dokumentarfilm 1970 unter der Regie von Michael Lindsay-Hogg gedreht.
Wer kennt denn den Film? Wer hat den Film schon einmal gesehen oder besitzt ihn gar auf VHS oder DVD?
Ich kenne leider niemanden und es ist leider sehr, sehr schwierig diesen Film überhaupt in die Finger zu bekommen.

Warum ist der Film nur so schwer zu bekommen? Ist er schlichtweg nicht sehenswert?
Das Lexikon des internationalen Films lässt nicht viel Gutes an dem Film. Er wird bezeichnet als ” wehmütiger Abgesang auf die führende Beatband der 60er Jahre deren Mitglieder sich vor der Kamera überwiegend als lustlose Einzelgänger präsentieren”. Eine solche Aussage macht Beatles-Fans natürlich nur neugierig. Aber es scheint etwas an der Kritik dran zu sein, denn z.B. wurde der Film kurz nach Erscheinen als VHS 1984 wieder vom Markt genommen. Es wird gemunkelt, dass George Harrison angeblich die Differenzen zwischen ihm und Paul Mc Cartney nicht weiter verbreitet haben wollte. Dennoch wurde der Film 2002 auf DVD veröffentlicht. Über die Stückzahlen der Veröffentlichungen kann leider nichts gesagt werden. 2008 haben sich Paul Mc Cartney und auch Ringo Starr endgültig gegen eine Veröffentlichung ausgesprochen. Am 31.07.2008 gab die Plattenfirma Apple bekannt ” weder Paul noch Ringo würden sich besonders wohl dabei fühlen einen Film über die Beatles heraus zu geben, in dem sich alle gegenseitig auf die Nerven gehen”
(Quelle: www.laut.de/vorlaut/news/2008/07/31/19387/index.htm).

Zusammenfassend ist in dem einzigem Dokumentarfilm über die Beatles wohl nur eine Band zu sehen, die quasi schon zerschlagen ist und dies offensichtlich auch zu sehen bzw zu spüren ist. Der Film kann wohl nicht das ganz besondere Beatles-Feeling wiedergeben. Das Bild, das wir von den Beatles auch nach so langer Zeit noch haben, spiegelt sich wohl nicht im Film. Sicherlich ist das auch der Grund, weshalb wohl nur eine halbherzige Vermarktung stattfand.