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Archive for April 27th, 2009

Tamiflu bei der Schweinegrippe

Montag, April 27, 2009 posted by Matthias

Die Fragen welche sich aufgrund der aktuellen Situation bezüglich der Ausbreitung der Schweinegrippe sind hauptsächlich, ob das Medikament Tamiflu überhaupt anschlägt und wie stark sich diese neue Form der Grippe in den kommenden Wochen noch ausbreiten wird. Leider wird mehr und mehr auch eine nachgemachte Form des Impfstoffes Tamiflu angeboten. In diesem Zusammenhang sollte man durchaus Vorsicht walten lassen und sich im Verdachtsfalle nur von Spezialisten beraten und das entsprechende Medikament verschreiben zu lassen.
Erstmals aufgetreten ist die aktuelle Form der Schweinegrippe in Mexiko. Mittlerweile zählt man mehr als 100 Tote, welche dem Virus vor Ort bereits erlagen. Die entsprechenden Symptome wurden nun auch in den USA, Asien und in Europa festgestellt. Hierbei spricht man jedoch noch von Verdachtsfällen. Bisher gab es hierzu noch keine offiziellen Bestätigungen. Momentan werden Sicherungsmaßnahmen getroffen, welche speziell auf Flugreisende zugeschnitten sind. Hierbei wird es zu Überprüfungen von international Reisenden kommen, welche einen nicht heimatlichen Flughafen betreten. Am internationalen Flughafen von Frankfurt am Main richtet man sich beispielsweise auf eine sofortige Behandlung und Impfung bei Verdachtsfällen ein.

Bei der Schweinegrippe handelt es sich um einen Ableger der Vogelkrippe. Ebenso wurden bereits hinweise darauf gefunden, dass eine Verwandtschaft zur bekannten spanischen Grippe besteht. Letztere forderte nach Schätzungen bereits 40 Millionen Todesopfer. Experten warnen in diesem Zusammenhang vor einer als Pandemie genannten Ausbreitung der aktuellen Schweinegrippe. Momentan arbeitet man im internationalen Gesundheitswesen fieberhaft daran, die eventuelle Gefahr abzuwenden. Dies ist nach Expertenmeinung auch noch möglich. Problematisch ist, dass es noch keinen direkten Impfstoff für diese spezielle Form der Grippe gibt. Jedoch ist man der Ansicht, dass eine Einnahme der Wirkstoffe Amantadin, Oseltamivir, und Zanamivir zu einem Abwenden des Ausbruches der Schweinegrippe bei frisch Infizierten führen dürfte. Dies muss jedoch um Wirksamkeit zu erzeugen in den ersten 24 Stunden nach der Infektion erfolgen. Die genannten Wirkstoffe können auch vorsorglich, etwa bei einer Reise in ein gefährdetes Land eingenommen werden. Zanimivir ist etwa Bestandteil des Grippemedikaments Relenza. Empfohlen wird jedoch das Arzneimittel Tamiflu. Dieses beinhaltet den Wirkstoff Oseltamivir. Bei diesem wurde nachgewiesen, dass es die Grippeviren zwar nicht vernichtet, jedoch eine Ausbreitung im Körper aufhalten kann. Hergestellt wird dieses Mittel vom Schweizer Pharmaunternehmen Roche.

Mit der Einnahme dieses Medikamentes wäre es möglich, eine übermäßig schnelle Ausbreitung der Grippeviren, wie etwa der spanischen Grippe im ersten Weltkrieg zu verhindern. Die Suche nach einem direkt wirksamen Impfstoff ist momentan noch in der Anfangsphase. Dies könnte nach Einschätzung von Experten auch noch einige Monate dauern. Der Pharmakonzern Sanofi Aventis entwickelte bereits im Jahr 2007 einen Impfstoff gegen die Vogelkrippe. Voraussichtlich wird es dieses oder ein Unternehmen wie Novartis oder Glaxo Smith Kline sein, welches als erstes einen Wirkstoff zur Abwendung der befürchteten Epidemie finden wird.
Problematisch bei der Schweinegrippe ist besonders die vermutete leichte Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch. Die hohe Dichte und Anzahl der Bevölkerung, speziell in Mexiko City trägt höchstwahrscheinlich weiter zu einer weltweiten Ausbreitung der Grippe bei. In Mexiko werden derzeit bereits öffentliche Veranstaltungen abgesagt, um große unnötige Menschenaufläufe zu vermeiden. Beruhigend ist, dass die Hersteller des Medikamentes Tamiflu in der Lage sind, bei Bedarf umgehend große Mengen des Wirkstoffes auszuliefern. Aktuell könnten sofort 3 Millionen Dosen verabreicht werden. Die Lagerung dieser Dosen wird teilweise direkt im Herstellungsland Schweiz und in den USA.

Bei einer Order von Tamiflu auf eigene Faust, ist es absolut empfehlenswert nur direkt vom Hersteller zu bestellen. In den vergangenen Monaten tauchten vermehrt Fälschungen des Medikamentes auf. Von diesen ist jedoch Abstand zu nehmen, da die Wirkung in keinem der des originalen Wirkstoffes entspricht. Die Fälscher versuchen auf Kosten der Gesundheit der vermeintlichen Käufer lediglich Profit aus dem Verlauf zu schlagen. Wir fanden originales Tamiflu beispielsweise auf der Internetapotheke Holland. Einen Anbieter mit gefälschten Medikamenten nennen wir natürlich lieber nicht.
Die Lieferung des bereits erwähnten Arzneimittels Tamiflu wäre laut Roche Schweiz sofort nach einer entsprechenden Anfrage der WHO möglich. Bereits im Jahr 2006 verschenkte der Konzern insgesamt 5 Millionen Dosen an die WHO. Hiervon wurden mutmaßlich bereits 2 Millionen verteilt. Die Herstellung läuft auch aktuell auf Hochtouren, da Tamiflu neben der Bekämpfung der Vogel- und Schweinegrippe, auch bei herkömmlichen Grippeerkrankungen Anwendung findet.