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Archive for September 4th, 2008

Warhammer online

Donnerstag, September 4, 2008 posted by Matthias


Warhammer online: Age of Reckoning heißt die neueste Version von war-europe. Dieses Spiel hat den Gold-Status erreicht.

Planmäßig soll das Spiel für 49,99 € ab dem 18. September veröffentlicht werden. Dieses Spiel wird schon mit großer Spannung von den Warhammer-Fans erwartet.

Das Spiel basiert auf dem Tabletop-Spiel von Games Workshop und es ist ein anspruchsvolles Fantasy-MMORPG was es ermöglicht, das Spieler gegen Spieler und Armeen gegen Armeen gegenübergestellt werden, um die Kräfte der Ordnung und der Zerstörung um die Vorherrschaft zu erkämpfen.

Für Betatester gibt es die Möglichkeit, sich das Spiel schonmal als Video anzugucken oder auch auf Screenshots zu bestaunen. Spielen kann man das Ganze auch demnächst in der Betaversion um schonmal einen Einblick zu bekommen in neue Dungeons, Szenarien etc.

Gleichzeitig mit dem Release des Spiels wurden auch die neuen Abopreise bekannt gegeben. Denn wenn man das Spiel gekauft hat, kann man es für einen monatlichen Preis online Spielen. Die Preise sind wie folgt:

1 Monat: 12,99 Euro
3 Monate: 35,97 Euro (11,99 Euro pro Monat)
6 Monate: 65,94 Euro (10,99 Euro pro Monat)

Es werden zusätzliche Prepaidkarten angeboten die einem für 60 Tage mit 29,99 € zur Verfügung stehen.

Allerdings gab es von Seiten der Mythic Entertainment Gruppe in einem mehrteiigen Interview zu vermelden, das Warhammer Online mit nur zwei der ursprünglich sechs angekündigten Hauptstädte starten wird und darüber hinaus die folgenden vier Klassen bei der Veröffentlichung des Spiels fehlen werden wie:

Choppa (Greenskin)

Hammerer (Dwarf)

Blackguard (Dark Elf)

Knight of the Blazing Sun (Empire).

Die Betaversion kann man ab dem 7. September schonmal testen.
Damit man Zugang zur Europäischen Open Beta erhält, bestellen Sieler die WAR Pre-Order-Box oder besuchen den EA Store wo man sich für einen der natürlich limitierten Plätze bewerben kann.

Der Beta Client wird in Europa zusammen mit dem EA Store angeboten. Die Seite vergibt rund 75.000 Open-Beta-Keys. Man sollte also schnell sein, denn der Ansturm darauf wird groß sein.

Herunterladen kann man sich das auf ea-store.co.uk

Wenn Spieler bereits an der Europäischen Closed Beta teilgenommen haben, dann erhalten sie automatisch den Zugang zur Open Beta.

Die WAR-Fans die sich das Spiel bereits vorbestellt haben, melden sich beim GOA Account Center. Dort legt man einen Account an und gibt seinen Beta Code ein. Danach kan man den Open Beta Client von der offiziellen Europäischen Seite oder vom EA Store downloaden.

Es bleibt allerdings noch abzuwarten, ob es grafisch gesehen dem Spiel Herr der Ringe Online das Wasser reichen kann.

Zu guterletzt kann man noch sagen, das man besser nachschlagen kann. Also wieviele Orks man noch beseiten muss um den Titel zu bekommen, welche Bosse man bereit besiegt hat und wo auch immer man das Item gesehen hat, was man grade in dem Moment so dringed braucht. Das alles soll sich be WAR ändern.

Verlassen im Harz

Donnerstag, September 4, 2008 posted by Matthias

Im Harz, oberhalb des Okerstausees, befindet sich der staatlich anerkannte Luftkurort Schulenberg. 430 Menschen haben hier eine neue Heimat gefunden, nachdem die alte Siedlung in den Fluten versank.
Im 16. Jahrhundert war der Bergbau und das Hüttenwesen ein wichtiger Wirtschaftszweig und damit verbunden die Errichtung von Siedlungen. Eingebettet im Weißwassertal, umgeben von Wäldern, entstand der Ort Schulenberg im Oberharz. Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits fünf Stollen sowie Schmelzöfen betrieben und mit den angelegten landwirtschaftlichen Nutzflächen wurde der Eigenbedarf an Nahrungsmitteln gesichert. Später wurde Schulenberg eine Waldarbeitersiedlung.

Durch den Harz fließt die Oker, ein normalerweise ruhiger Fluss, der aber bei lang anhaltendem Regen oder bei der Schneeschmelze zu einem reißenden Strom wurde und Geröllbrocken mit sich führte – mit katastrophalen Folgen. Der Fluss trat über die Ufer, überschwemmte die Gebiete und zerstörte Brücken und Straßen. Erste Überlegungen, wie diese Wassermassen sinnvoll eingesetzt werden könnten, entstanden.
Bereits 1912 wurden Vermessungsarbeiten durchgeführt und Pläne erarbeitet, 1938 wurde mit dem Bau der Okertalsperre begonnen. Als erstes wurde die Talstraße verlegt und zwei Brücken erbaut. Dann begann der II. Weltkrieg und der Bau konnte nicht fortgeführt werden. Der Winter Ende 1946 war schneereich, und als die Schneeschmelze einsetzte, hatte das verheerende Folgen für weite Gebiete vor allem für Wolfenbüttel und Braunschweig. Der Bau der Talsperre wurde immer dringender. 1949 konnte endlich der Bau fortgesetzt werden, bis zur Fertigstellung vergingen noch acht Jahre. 1957 war der Bau der Talsperre abgeschlossen, die umliegenden Gebiete waren somit vor Hochwasser geschützt und die Menschen konnten mit Trinkwasser versorgt werden. Leitungen wurden dafür beispielsweise bis nach Hannover und Bremen verlegt. Zusätzlich wurde das Wasser zur Stromerzeugung genutzt.

Dem Bau der Talsperre fielen nicht nur die Wälder unterhalb der Wasserkante zum Opfer, auch der kleine Ort Schulenberg musste der Talsperre weichen. Die Häuser der Waldarbeitersiedlung wurden bis auf die Grundmauern abgerissen und am 24. März 1957 wurde der Ort geflutet.

Die Okertalsperre, aufgrund ihrer Form auch als „Blaues Ypsilon“ bezeichnet, ist heute ein Anziehungspunkt für Touristen. Die Staumauer, mit einer Höhe von 67 m und einer Breite von 260 m, zählt zur größten des Westharzes. Der Stausee fasst ca. 47 Millionen m³ Wasser bei vollem Einstau und acht Heber fördern bei Bedarf (Überlauf) die Wassermassen durch die Staumauer hindurch, auf einer Sprungschanze entlang, bis diese mit Getöse in den Flusslauf stürzen. Den Touristen bietet sich ein einzigartiges Schauspiel und der untere Flusslauf wird somit vor dem Austrocknen in den Sommermonaten bewahrt. Das Innere der Staumauer kann bei einer Führung besichtigt werden. Doch auch die Unterwasserwelt hat hier einiges zu bieten. Bei einem Tauchgang, hierbei ist eine Genehmigung der Harzer-Wasserwerke erforderlich, kann unter anderem das alte Kraftwerk, die alten Steinmauern und Teile einer einstigen Steinbrücke bewundert werden. Relikte vergangener Zeit und nach über 50 Jahren noch relativ gut erhalten.

Die Bewohner der einstigen Waldarbeitersiedlung wurden oberhalb der Talsperre, auf dem kleinen Wiesenhof, umgesiedelt. Die Einwohnerzahl ist von einst 213 auf 430 angewachsen und der Tourismus ist heute die bedeutendste Einnahmequelle. Den Besucher erwartet eine traumhafte Landschaft – dichte Wälder, skurrile Schluchten und tosende Wasserfälle -, die auf Wander- und Radwegen erkundet oder bei einer Schiffsrundfahrt vom Okerstausee aus, bewundert werden kann. Während der Schiffsrundfahrt kann man mehr über den versunkenen Ort Schulenberg erfahren.

Der Bau der Okertalsperre war notwendig, das war auch den Bewohnern von Schulenberg bewusst. Doch wer verliert schon das, was er mit Fleiß und Liebe aufgebaut hat. Muss zusehen wie sein Haus abgerissen wird und emotional verarbeiten, dass er diesen Flecken Erde nie wieder betreten kann. Schulenberg wurde geflutet, das ist nun schon über 50 Jahre her. Nur die älteren Bewohner vom „neuen“ Schulenberg haben dies persönlich miterlebt und werden diesen Lebensabschnitt, der für die meisten mit gemischten Gefühlen einherging, nicht vergessen.

Wer den Okerstausee betrachtet, wird unweigerlich an die einstige Waldarbeitersiedlung Schulenberg erinnert.